be a drummerqeen instead

Aktualisiert: Feb 21

“Because drumming was recognized as an ancient source and symbol of the power of female technicians of the sacred, drumming was banned.

Henceforth divinity was to be exclusively masculine.

The suppression of women was directly linked to the suppression of the goddess.”

(Layne Redmond, When the Drummers were Women)


GRRRRRRR.

wut. ekstase. lust. leidenschaft. kraft. hingabe. intuition. sexualität. freiheit.

wow, wie schön, wenn eine frau das ihr eigen nennen darf. wie schön, wenn sie ausflippen kann, wenn ihre grenzen überschritten worden sind. wenn sie sich wehren, ihre krallen zeigen und pfauchen kann.

wie blöd, wenn all diese wichtigen vitalen eigenschaften strukturell in unserer gesellschaft verpönt werden und mit dem stempel "dramaqueen" per post zurück an die absenderin geschickt werden.

ein grund mehr als frau auf den tisch, nein, auf die trommel zu hauen!


warum dieser exkurs? nun, ich bin seit jahresbeginn 2021 offizielle "integrative klangpädagogin", soll heißen, dass ich um den mehrwert sogenannter "naturton"-instrumente bescheid weiß, wie zB von der heilkraft von gongs und klangschalen. ein für mich elementares intrument war und ist immer noch die trommel, um genauer zu sein, die djembe, ein westafrikanisches exemplar. als schlagzeugerin zählte der besitz dieser trommel zu meiner persönlichen percussion-sammlung. ich habe in unterschiedlichen bands mitgewirkt und gespielt und auch eine trommelgruppe für frauen gestartet: die drummerqueens.


all das passierte vor meiner ausbildung zur int. klangpädagogin und meinem abschlussprojekt, das sich dem feministischen aspekt des trommelns widmete. wieso feministisch?


wie viele vielleicht nicht wissen, war das trommeln ein urweibliches instrument, das in den jahrhunderten und jahrtausenden vor christus von frauen zu spirituellen zwecken genutzt wurde. abbildungen von göttinnen und priesterinnen aus dem alten indien, griechenland und aus mesopotanien zeigen durchwegs weibliche körper, die voller anmut ihre rahmentrommel in den händen halten.

so trommelten sie zu geburten, beerdigungen, hochzeiten oder anderen wichtigen riten in ihrer kultur. frauen waren medien zwischen den welten. ekstatisches, lustvolles tanzen und trancereisen waren ihre brücken. ihr werkzeug war eine trommel.

doch, wie so vieles, würden durch die einführung patriarchaler religionen diese brücken zerstört und verteufelt. die weibliche power und lust wurde aus den heiligen schriften verbannt und mythen wurden umgeschrieben. bezeichnend dafür ist auch der mythos vom "hullupu baum". dort verliert die göttin inanna ihre trommel, die sie für ihre heiligen rituale nutzte, an den krieger gilgamesh. dieser nutzte das instrument fortan, um den gleichschritt seiner soldaten anzuleiten.




naja und wenn man sich dann so in der welt umsieht und erkennt, wie sehr wir aus unserem natürlich rhythmus geworfen sind, da stellt sich schon die frage: wer gibt denn zz den takt in dieser welt an?


genau.


also: zurück an die trommeln, ladies.

und wenn jemand zu euch sagt: "sei nicht so eine dramaqueen"


...be a drummerqueen instead.










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