rainbow feelings

"you will never go back to the other side, you're a rainbow now" (SOKO)


was das heißt, fragst du dich?

tja, wenn du den regenbogen willst, kannst du gerne in meinem sonnenlicht baden, aber du musst auch mit dem regen klarkommen. so einfach ist das. shiny girls are out. zumindest für mich und mein wirken. in meinem fall bedeutet es schlichtweg, mich in meiner kunst und meinen projekten mich allem zu stellen. der müdigkeit einer weltverdrossenen realistin genauso, wie auch den hoffnungsschimmern der träumenden utopistin. das bedeutet unter anderem auch, mich tagein und tagaus meinen eigenen schatten zu stellen. die angst davor, mich zu zeigen, zum beispiel, also, so ganz und authentisch. denn: mein buch+cd-projekt wird veröffentlicht. bald. und ich werde sichtbar werden - mit allen meinen gedanken . und ja, das macht eine heidenangst. schon lustig, den heidnischen begriff mit angst zu verbinden, doch passt ja auch irgendwie, in welcher patriarchalen religion durften frauen schon sichtbar werden? kein wunder also, dass dieser sprung ins licht mit furcht einhergeht. sowie auch die scham, die der angst stets eine gute begleitung war. das gefühl, mich nicht wichtig nehmen zu dürfen. mich nicht gut genug fühlen zu dürfen. mich vor ablehnung schützen zu müssen. doch die zeit ist reif, die schattenseiten nicht nur mehr für mich alleine auszuhalten und in einem inneren konflikt mit der geballten faust in der tasche auszutragen, nein, jetzt kommt alles raus, da das private schon lange auch schon politisch geworden ist.

frauen, queere, minderheiten - alle ungehörten und ungesehenen wesen dieses komisch konstruierten trennenden schwarz-weiß-welt-denkens dürfen, nein müssen sich zeigen!

es ist nicht mehr nur eine lust und laune, nein, es ist ein auftrag. eine mission, die nichts anderes als power durch verletzlichkeit, freude durch zulassen des (welt)schmerzes, sowie ein bewusstes ein- und ausatmen fordert, bevor wir den sprung auf die andere seite wagen. auf die seite der sichtbaren.